Kaibling

„Da Kaibling geht echt immer“
Dank seiner Lage entwickelte sich der Kaibling sowohl zum Sommer- wie auch zum Winterberg. Dank des kurzen Zustieges und der geringen Wandhöhe  kann schon mal spontan eine kurze Nachmittags-Tour eingelegt werden. jedoch auch im Winter ist der Einstieg problemlos mit Skiern zu erreichen (wobei der Start im Gegensatz zum Sommer nicht auf der Oberst-klinker-Hütte, sondern weiter herunten, PP Sportalm, erfolgt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Westwand des Kaiblings relativ zügig auftrocknet.
Neben alten Klassikern, wie etwa dem „Scheiblehner-Riss“, „Dengg-Führe“, „Westwandpfeiler“ oder „Herbst-Scholz“, ziehen mittlerweile auch neue, perfekt abgesicherte Routen wie etwa die „Blue Light“ durch die Westwand.
Diese werde ich euch im Folgenden kurz vorstellen:

 

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„Scheiblehner-Riss“

Dieser ehemalige, hakentechnische Klassiker mutierte nach seiner Sanierung zu einer lohnenden Freikletter-Route.
Als ich diese Linie zum ersten Mal vom Parkplatz aus begutachtete, stach mir sofort der obere Teil, welcher bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erstbegangen war, ins Auge. Dieses Risssystem zieht in direkter Linie zum Ausstieg und wäre die einfache Begradigung des Scheiblehner-Risses.
Nach Rücksprache mit Jürgen R. wurde das Projekt „Scheiblehner-Extension“ (Begradigung) beschlossen, und umgehend mit der Umsetzung begonnen.
Seit 2014 ist der Scheiblehner-Riss mit anschließender direkter Begradigung (welche von uns mittels Bolts eingerichtet wurde) kletterbar.

Facts:

  • UIAA: 7+ (5+ obl.)
  • Wandhöhe: 155m (+ 195 m  Extension)
  • Erstbegeher:Scheiblehner u. Gassner. (Originalroute 1947)
    Steinberger Erich und Viktoria („Scheiblehner Extension“ am 24.08.2014).
  • Ausrüstung: 15 Expressen, evtl. Grundsortiment an Cams
  • Ausgangspunkt: Von Admont Richtung Trieben und nach rd. 7 km in der Kaiserau Richtung Oberst Klinke Hütte (zuletzt Mautstraße) abzweigen. Hier parken.
  • Zustieg: Von der Oberst Klinker Hütte entlang des Wanderweges Richtung Kaibling – bei der markanten Höhle links vom Südgrat vorbei bis zum Aussichtsköpfel direkt unter der W-Wand.
  • Absteieg: Entweder vom Gipfel über Normalweg oder durch NW-Schlucht absteigen

Topo: TOPO

 


 

„Blue Light“

Diese Sportkletterroute verläuft vorwiegend über Platten, kleine Verschneidungen und einen abschließenden, steilen Riss über perfekte Kalkstrukturen zum Südgrat.
Einstieg zusammen mit „Herbst-Scholz“, anschließend über rechts auf Platte ausqueren (steiler Aufschwung bei erstem Stand).
Variante: „blue Night“ (9-), welche nach der zweiten Seillänge in die „Blue Light“ mündet.

Facts:

  • UIAA: 7+ (7- obl.)
  • Wandhöhe: 250 m
  • Erstbegeher:
  • Ausrüstung: 10 Expressen
  • Zustieg: Von der Oberst Klinker Hütte entlang des Wanderweges Richtung Kaibling – bei der markanten Höhle links vom Südgrat vorbei bis zum Aussichtsköpfel direkt unter der W-Wand.
  • Abstieg: am Südgrat weiter zum Gipfel oder abseilen

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