Happy days

Im Nachhinein betrachtet, handelt es sich bei der „Happy days“ um eine absolte TOP-TOUR in der Torsäule-Südwand. Während ich jedoch in der Wand hing, spürte ich nichts als kalte Finger, gefrorene Füße und gepumpte Unterarme. Ob es womöglich daran lag, dass wir die Route Ende Jänner bei morgendlichen Minusgraden und mäßigem Sonnenschein kletterten? Könnte wahrscheinlich daran liegen… 😀
Da mich diese Tour trotz widriger Umstände durchaus beeindruckte, kletterte ich diese 2 Monate später ein weiteres Mal, und siehe da, dieses Mal mit Sonne im Gesicht und warmen Fingern am Standplatz.
Der typische Hochkönigskalk, die wasserzerfressenen Platten und steile, anhaltende Kletterei machen jene Route zu einem absoluten Traum.
Dennoch ist die Route als anspruchsvoll abgesicherte Tour zu bezeichnen. Die Schlüssel-Seillänge (7+) muss mit großem Hakenabstand ohne weiter Sicherungsmöglichkeit in den seichten Wasserrillen zwingend geklettert werden. Auch im 6. und 7. Grad müssen weite Strecken zwischen den BH ohne weitere Sicherung oder teilweise mit Friends abgesichert geklettert werden.

Facts:

  • UIAA: 7+/ 8- (7+ obl.)
  • Exposition: Süd
  • Kletterlänge: 250m
  • Erstbegeher: Chris Bogensperger und Hubert Lienbacher 8.10.1995
  • Zustieg: Vom Arthurhaus über den Hochkönigssteig (Torsäule Normalweg) zum Fuß der Torsäule oder bis zur 5000 m- Markierung
    1,5-2 Std.
  • Abstieg: Über den breiten Rücken nach rechts weiter zum Gipfelkreuz. Über den Normalweg absteigen. ODER: nach links über den Westgpfeiler absteigen. Einmal 30 m zum Torsäule Westsattel abseilen und in weitem Linksbogen um die kleien Südwand herum zum Einstieg.
    In unserem Fall: wir haben über die benachbarte Route abgeseilt.
  • Material: 8 Expressen, kleine und mittlere Friends zur besseren Absicherung
  • Absicherung: Stände und Zwischensicherungen allesamt gebohrt.
Zustieg mit Ski